Fachpraktikerin/Fachpraktiker – Service in sozialen Einrichtungen

Bildungsgangbeschreibung

Die Ausbildung zur Fachpraktikerin/zum Fachpraktiker – Service in sozialen Einrichtungen (gemäß §66 BBIG/§42m HwO) richtet sich an junge Frauen und Männer mit Lernschwierigkeiten, die Begeisterung und Talent für soziale Servicetätigkeiten mitbringen.

Mit dem erfolgreichen Berufsabschluss wird der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 erworben.

Als duale Ausbildung gliedert sich die Ausbildung in einen Berufsschultag und vier Arbeitstage pro Woche im Betrieb.

Mögliche Ausbildungsbetriebe sind Seniorenhäuser und Krankenhäuser und Einrichtungen Ausbildungsbezirk der IHK-Köln (inkl. Leverkusen, Bergisch Gladbach u.a.)

Das Fundament der Ausbildung ist das christliche Menschenbild. An ihm orientiert sich unsere pädagogische Arbeit.

Ausbildungsziele

  • Berufsabschluss zur Fachpraktikerin/zum Fachpraktiker Service in sozialen Einrichtungen
  • Hauptschulabschluss nach Klasse 9
  • Kenntnisse und Fähigkeiten zum serviceorientierten Arbeiten am pflegebedürftigen Menschen

Aufnahmevoraussetzungen

  • Erfüllung der Vollzeitschulpflicht
  • Vorstellung bei IN VIA Köln nach Absprache und Klärung der individuellen Fördervoraussetzungen mit dem Reha-Team der Agentur für Arbeit, Ermittlung individueller Interessenschwerpunkte und persönlicher Motivation

Dauer und Organisation der Ausbildung:

  • zwei Jahre
  • vier Tage Arbeit im Betrieb
  • ein Berufsschultag mit 8 Unterrichtsstunden pro Woche
  • 6 Projekttage mit je 6 Unterrichtsstunden

Lernfelder/Unterrichtsfächer

Berufsbezogener Lernbereich (nach Lernfeldern):

  • Lernfeld 1: Arbeitsbereiche und Aufgaben im Betrieb kennenlernen
  • Lernfeld 2: Versorgungshandlungen planen und Service gestalten
  • Lernfeld 3: Reinigung und Pflege von Gebrauchsgütern, Wäsche und Räumen
  • Lernfeld 4: Komplexe berufliche Dienstleistungen

Berufsübergreifender Lernbereich:

  • Deutsch/Kommunikation
  • Religionslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung
  • Politik/Gesellschaftslehre

Prüfung und Abschluss

Die Durchführung der Zwischen- und Abschlussprüfung erfolgt durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln.

Die erfolgreich abgeschlossene Prüfung führt zum Erwerb des Berufsabschlusses als Fachpraktikerin/Fachpraktiker Service in sozialen Einrichtungen.

Der Abschluss ist gleichwertig dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9.

Berechtigungen

  • Der Berufsabschluss berechtigt zum serviceorientierten Arbeiten am pflegebedürftigen   Menschen mit personenorientierten Dienstleistungen, Verpflegung, Service und Kommunikation,  Reinigungsassistenz, Einsatz und Pflege von Maschinen, Geräten, Gebrauchsgütern und Mobilitätshilfen.
  • Er ermöglicht unter bestimmten persönlichen Voraussetzungen den Einstieg in die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe

Anmeldung an unserem Berufskolleg

Sobald Sie einen Ausbildungsvertrag mit Ihrem Betrieb geschlossen haben, kann der Betrieb Sie an unserem Berufskolleg anmelden. Dazu nutzen Sie bitte den Anmeldebogen und schicken es per Post an:

Erzbischöfliches Berufskolleg Köln, Berrenratherstraße 121, 50937 Köln

Eine Anmeldung zur Berufsschule ist ebenfalls über den begleitenden sozialpädagogischen Träger möglich.

Antrag auf Aufnahme in die Ausbildung

Über die Aufnahme in die Ausbildung entscheiden die Reha-Teams der zuständigen Agenturen für Arbeit. Bei Fragen zum Aufnahmeverfahren, wenden Sie sich bitte an:
IN VIA Köln:
Roderich Dörner
Fachbereichsleitung
Tel: 0221. 4728–825
E-Mail: roderich.doerner@invia-koeln.de

Ausbildungskosten

Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen werden Lernmittel gewährt. Es wird eine jährliche Sachkostenpauschale erhoben. Außerdem sind eventuelle Kosten für Projekttage zu finanzieren.

Ausbildungsbeihilfen

Entfällt in diesem Bildungsgang

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie das Erzbischöfliche Berufskolleg Köln mit den KVB-Linien 18 (Haltestelle Weißhausstraße) und 9 (Haltestelle Universität), mit dem Bus mit der Linie 142 (Haltestelle Weißhausstraße).

Stadtplan

Bewerbungen an

(Bitte komplett in einer normalen Klarsichthülle einreichen)

Erzbischöfliches Berufskolleg Köln
Fachpraktikerin/Fachpraktiker – Service in sozialen Einrichtungen
Berrenrather Straße 121
50937 Köln

Zuständiger Bildungsgangleiter

Herr Dominik Moutty

Telefonische Sprechzeiten

Dienstags, 10:00–11:00 Uhr

Filmbeitrag

Ein Filmbeitrag mit Dominik Moutty

FAQs

Wie viele Schülerinnen und Schüler sind in einer Fachpraktiker Klasse?
Das kann sich von Jahr zu Jahr unterscheiden. Normalerweise sind jedoch 12-16 Auszubildende in einer Klasse. In manchen Unterrichtsstunden wird die Klasse dann auch nochmal geteilt.

An meiner letzten Schule habe ich nur einen schlechten Abschluss gemacht. Kann ich damit überhaupt starten oder werde ich damit in der Ausbildung scheitern.
Ja. Sie können ohne Schulabschluss oder auch mit einem Förderschul- oder Hauptschulabschluss bei uns starten. Bei uns werden Sie im Unterricht eng begleitet und wir versuchen mit Ihnen gemeinsam Ihre Stärken auszubauen und an dem zu arbeiten wobei Sie noch Unterstützung brauchen.

3Wo kann ich überall als Fachpraktiker*in arbeiten?
Das Haupteinsatzfeld der Fachpraktiker*innen sind Seniorenheime und Krankenhäuser. Manchmal arbeiten Fachpraktiker*innen aber auch in Einrichtungen der Behindertenhilfe, das ist aber nur sehr selten.

Was für einen Abschluss habe ich, wenn ich mit der Ausbildung fertig bin?
Sie haben zum einen, einen Hauptschulabschluss Klasse 9 und zum anderen eine erste abgeschlossene Berufsausbildung. Damit können Sie entweder sofort mit der Arbeit starten oder Sie können weitere Ausbildungen anschließen.

Gibt es eine Abschlussprüfung?
Ja. Die Ausbildung wird von der IHK-Köln gesteuert und deswegen gibt es auch eine IHK-Zwischen- und Abschlussprüfung. Die Zwischenprüfung findet zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt und besteht aus einer praktischen und einer schriftlichen Prüfung. Die Abschlussprüfung findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und besteht aus einer mündlichen, praktischen und schriftlichen Prüfung. Während der Ausbildung gibt es aber auch in der Berufsschule Klassenarbeiten, Tests oder praktische Prüfungen.

Kann ich mich sofort bei Ihnen an der Schule anmelden?
Leider nein. Wenn Sie Interesse an der Ausbildung haben wenden Sie sich bitte an InVia Köln unter der folgenden Adresse:

Roderich Dörner
Fachbereichsleitung
Tel: 0221. 4728–825
E-Mail: roderich.doerner@invia-koeln.de

Dort werden Sie über das weitere Verfahren beraten.

Muss ich mich selbst um einen Betrieb kümmern, wenn ich die Ausbildung beginnen will?
Nicht unbedingt. Es ist gut, wenn Sie schon einen Betrieb haben, der Sie gerne ausbilden möchte. Sie können aber auch in einem Gespräch mit InVia an andere Betriebe vermittelt werden. Dann müssen Sie dort noch ein Praktikum bzw. eine Erprobungsphase absolvieren, um zu sehen ob es Ihnen und dem Betrieb recht ist, dass Sie dort Ihre Ausbildung machen.

Ich habe schon einen Betrieb, in dem ich anfangen könnte zu arbeiten. Kann ich also einfach mit der Ausbildung starten?
Nein. Sie können erst mit der Ausbildung starten, wenn Sie eine Zusage vom Reha-Team der Agentur für Arbeit Köln haben. Damit Sie dort einen Termin bekommen, wenden Sie sich ebenfalls bitte an InVia.

Ich habe eine Zusage von der Agentur für Arbeit und einen Betrieb. An was muss ich noch denken, wenn ich an der Schule anfangen möchte?
Zu Ausbildungsbeginn erhalten Sie von uns ein Starterpaket, in dem alle notwendigen Dinge aufgelistet sind, die Sie zum ersten Schultag mitbringen sollen. Dazu gehören:

  • Alle Dinge die Sie für den Unterricht brauchen
  • Unterlagen über Erkrankungen oder Nachteilsausgleiche von anderen Schulen
  • 20€ Sachkostenpauschale (damit werden Kopien, Ausflüge etc. finanziert)
  • 40€ Euro Hauswirtschaftsgeld (damit werden Lebensmittel oder andere Materialien im berufsbezogenen Unterricht finanziert)

Außerdem benötigen wir von Ihnen Daten über Ihre bisherige Schulzeit und Ihren aktuellen Betrieb. Auf unserer Homepage finden Sie einen Anmeldebogen (https://www.ebk-koeln.de/fp.html), den Sie bitte ausgefüllt bis zum ersten Schultag an die Schule schicken.

Was ist ein Projekttag?
An einem Projekttag beschäftigen Sie sich ausschließlich mit einem Thema. Der normale Stundenplan ist dann aufgelöst. Der Projekttag kann in der Schule stattfinden oder es wird ein Ausflug gemacht. Es dreht sich aber immer um ein Thema, welches sich mit der Ausbildung beschäftigt.

Gibt es Prüfungen wie z.B. Klassenarbeiten?
Ja, es gibt Klassenarbeiten. Diese dauern in der Regel zwischen 1 - 2 Schulstunden. Es gibt aber auch andere Prüfungen. Z.B. eine praktische Prüfung. Eine Übersicht darüber erhalten Sie immer zu Beginn des Schuljahres. Es ist wichtig zu wissen welche Prüfungen es gibt, weil sich daraus auch die Note auf dem Zeugnis zusammensetzt. Die Prüfungen sind zeitlich angemessen über das Schuljahr verteilt.

Kann ich Hilfe bei der Vorbereitung auf die Prüfungen bekommen?

In erster Linie sind Sie dazu aufgefordert sich selbstständig auf die Prüfungen vorzubereiten. Nach Absprache unterstützen die Lehrer*innen Sie gerne. Des Weiteren bietet auch InVia "Lernnachmittage" an.

Wie sieht ein typischer Schultag aus?
Die Schule beginnt um 8:15 Uhr. Ein Schultag hat 8 Unterrichtsstunden bzw. 4 Doppelstunden. Zwischen den Doppelstunden gibt es jeweils eine Pause. Es gibt theoretischen als auch praktische Unterrichtsphasen. So findet ein großer Teil des Unterrichts z.B. in der Lehrküche oder auch in den Pflegeräumen statt.