Dreijähriges Erasmus+-Konsortialprojekt „Kinder in der Klimakrise“ in Irland (Donegal) zu Ende gegangen

Ca. 50 Teilnehmer/innen aus insgesamt sechs europäischen Ländern (Irland, Spanien, Italien, Estland, Polen und Deutschland) haben sich für eine Woche in Irland (in der Provinz Donegal) getroffen, um verschiedene Klimaprojekte vorzustellen, die im Vorfeld in den Einrichtungen von Jugendlichen erarbeitet wurden. So haben unsere Schüler/innen aus der HBFVUb im Biologieunterricht von Frau Biegel u. a. die Frage beschäftigt, wie sich die Lebenssituation für Menschen und Tiere durch den Klimawandel verändert. Eine andere Projektgruppe hat sich mit einer klimafreundlichen Stadtarchitektur auseinandergesetzt und überlegt, wie eine Stadt gestaltet werden muss, damit Menschen darin in Zeiten des Klimawandels besser leben können. Wiederum eine andere Gruppe hat sich mit dem Phänomen der zunehmenden Überschwemmungen beschäftigt. Besonders ungewöhnlich war die Idee der italienischen Jugendlichen, die Veränderung der Stadt, aus der sie kommen, mit Fotos von früher und heute zu dokumentieren und daran die Folgen des Klimawandels sichtbar werden zu lassen. All diese Projekte wurden in methodisch abwechslungsreicher Form den anderen jugendlichen Teilnehmer:innen präsentiert und es entstand ein gemeinsamer Wille, den Klimawandel noch entschiedener zu bekämpfen und in den jeweiligen Einrichtungen zu thematisieren.

 

Gleichzeitig bot das Programm aber auch die Chance, sich bei Ice-Breaker-Spielen, gemeinsamer sportlicher Aktivität (Kayakfahren), einem Ausflug in den Nationalpark Glenveagh, dem Besuch im Jugendzentrum in Donegal oder beim abendlichen Beisammensein am Lagerfeuer näher kennenzulernen, auszutauschen und miteinander Spaß zu haben. Dieses galt natürlich auch für die begleitenden Lehrkräfte. Unsere Kooperationspartnerinnen Laura, Riana und Onia haben ein perfektes und sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das von allen Teilnehmenden begeistert aufgenommen wurde.

 

Diese Projektfahrt war zugleich der Abschluss des nunmehr dreijährigen von Erasmus+ geförderten Konsortialprojekts „Kinder in der Klimakrise“, das von der Universität Bonn gemeinsam mit dem Erzbischöflichen Berufskolleg Köln ins Leben gerufen und von der Europäischen Union finanziell unterstützt wurde. Es hat über drei Jahre hinweg verschiedene Projektthemen (CO₂-Messungen und Warming-stripes, Fake-News und Klimawandel, CO₂-Fußabdruck, Klima kreativ) international bearbeitet mit der Zielsetzung, diese für sozialpädagogische Einrichtungen (Kita, Schule, OGS) nutzbar zu machen. Dazu wurden Planungen entwickelt, die auf der Projekthomepage einsehbar sind und im Rahmen einer Buchpublikation (geplant Winter 2027) einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

 

Gemeinsam wurde mit den Schüler/innen, aber auch mit allen Kooperationspartnern das Projekt evaluiert, und daraus Zielsetzungen und Ideen für ein mögliches Folgeprojekt abzuleiten. Alle Beteiligten möchten gerne weitermachen, seien wir gespannt, ob es funktionieren wird.

Unsere gastgebende Partnereinrichtung: Das Jugendzentrum in Donegal

Präsentation unserer Schule durch unsere Schülerinnen der HBFVU

Schüler/innen der HBFVUb und Lehrerkräfte in Dublin

Abschlussreflexion mit Frau Biegel und Frau Seibel-Breer

Im Glenveagh Nationalpark mit unserem Projektsticker

Alle Teilnehmenden des letzten Treffens in Donegal

  • Text:Peter Bispeling
  • Titelbild & Artikelfotos:Marika Biegel, Peter Bispeling, Wenke Seidel-Breer, N.N.
  • Fotos (Bilderreihe):Carsten Arntz, Reinhold Horz