Schulchronik

Carsten Arntz
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Carsten Arntz

Die Schulchronik des Erzbischöflichen Berufskollegs Köln dokumentiert die bauliche, pädagogische und menschliche Entwicklung unseres Schulstandorts. Sie hält die zentralen Meilensteine von den ersten Planungen über die Grundsteinlegung bis hin zum lebendigen Schulalltag fest.

Historische Dokumente und Fotografien veranschaulichen dabei das Zusammenwirken von Kirche, Stadt und Schulgemeinschaft. Sie zeigen, wie aus architektonischen Visionen ein gemeinsamer Lebens- und Lernraum für Generationen von Lernenden und Lehrenden entstanden ist.

So verbindet der Blick in die Geschichte des EBK das Bewusstsein für die eigenen Wurzeln mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung für die Zukunft.

Wer auf die Geschichte des Erzbischöflichen Berufskollegs Köln blickt, begegnet weit mehr als Jahreszahlen, Gebäuden und Veränderungen von Bildungsgängen. Es ist die Geschichte vieler Menschen, die hier gelernt, gelehrt, gearbeitet und ein Stück ihres Lebens miteinander geteilt haben.

Seit mehr als 100 Jahren begleitet unsere Schule Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Weg in soziale, pädagogische, pflegerische und heilpädagogische Berufe. Hinter dieser langen Zeit stehen Generationen von Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Lehrkräften. Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen, Hoffnungen und Vorstellungen davon, was vor ihnen liegt.

Vieles hat sich in diesen Jahrzehnten verändert. Berufsbilder sind entstanden und haben sich weiterentwickelt. Gesellschaftliche Erwartungen haben sich gewandelt. Unterricht, Ausbildung und Schule sehen heute anders aus als noch vor einigen Jahrzehnten. Und auch das EBK selbst ist mit diesen Veränderungen gewachsen.

Manches aber zieht sich durch seine Geschichte.

Von Beginn an ging es darum, Menschen für Berufe auszubilden, in denen sie Verantwortung für andere übernehmen. Für Kinder und Jugendliche, für Familien, für Menschen mit Unterstützungsbedarf, für Kranke und Pflegebedürftige. Wer einen solchen Beruf ergreift, braucht fachliches Wissen und Können. Zugleich braucht es die Bereitschaft, hinzusehen, zuzuhören und Menschen in ihrer Würde ernst zu nehmen.

Darin liegt eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart unserer Schule. Als katholische Bildungseinrichtung verstehen wir jeden Menschen als unverwechselbar und von Gott gewollt. Dieser Gedanke gehört nicht nur zur Geschichte des EBK. Er stellt auch heute die Frage, wie wir miteinander umgehen, wie wir Bildung gestalten und welche Verantwortung wir füreinander übernehmen.

Eine Schulchronik erzählt deshalb immer auch von Beziehungen. Von Lehrkräften, an die sich ehemalige Schülerinnen und Schüler noch Jahrzehnte später erinnern. Von Freundschaften, die während einer Ausbildung entstanden sind. Von gemeinsamen Gottesdiensten, Fahrten, Festen und Projekten. Von Prüfungen, die Überwindung gekostet haben. Von Momenten des Zweifelns und des Neuanfangs. Und von dem Augenblick, in dem aus einer Ausbildung ein Beruf und für viele daraus eine persönliche Aufgabe geworden ist.

Zur Geschichte des EBK gehören ebenso Veränderungen und Aufbrüche. Neue gesellschaftliche Herausforderungen haben immer wieder neue Antworten verlangt. Bildungsgänge wurden weiterentwickelt, Kooperationen aufgebaut und neue Formen des Lernens ermöglicht. Dabei blieb Schule nie stehen – und musste doch immer wieder neu entscheiden, was bewahrt werden sollte und was sich verändern durfte.

Vielleicht macht gerade das den Blick zurück so wertvoll. Geschichte zeigt, dass Schule nicht von heute auf morgen entsteht. Sie wächst. Aus Erfahrungen und Entscheidungen, aus Menschen und ihren Ideen, aus Traditionen, die weitergetragen werden, und aus dem Mut, manches neu zu denken.

Unsere Chronik versteht sich deshalb nicht nur als Erinnerung an das, was gewesen ist. Sie erzählt davon, woher wir kommen – und hilft damit auch zu verstehen, wer wir heute sind.

Denn jede Generation am EBK schreibt diese Geschichte weiter. Mit neuen Fragen. Mit neuen Erfahrungen. Und mit Menschen, die ihren eigenen Weg suchen und dabei für eine Zeit Teil dieser Schule werden.

So verbindet die Geschichte des Erzbischöflichen Berufskollegs Köln Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nicht als abgeschlossene Erzählung, sondern als eine Geschichte, die weitergeht.

Die Grundsteinlegung – Ein Fundament für Bildung und Gemeinschaft

Mit der feierlichen Grundsteinlegung begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Erzbischöflichen Berufskollegs Köln. Der symbolische Akt bildete nicht nur das bauliche Fundament für ein modernes Schulgebäude, sondern setzte auch ein klares Zeichen für zukunftsorientierte berufliche Bildung in kirchlicher Trägerschaft.

Gemeinsam mit Vertreter/innen des Erzbistums, den Architekten sowie den ersten Mitgliedern des Planungs- und Schulleitungsteams wurde der Grundstein im Beisein zahlreicher Gäste gesegnet und vermauert. Die eingelegte Zeitkapsel bewahrt die Hoffnungen, Leitgedanken und Wünsche auf, die dieses Bauprojekt von der ersten Skizze an begleiteten.

Besichtigung des Neubaus – Entstehung moderner Lernräume

Während der Rohbauphase öffnete die Baustelle regelmäßig ihre Türen für Begehungen und Besichtigungen. Das Kollegium und Projektbeteiligte hatten die Möglichkeit, die wachsenden Raumstrukturen unmittelbar zu erleben und die pädagogische Konzeption mit den entstehenden architektonischen Gegebenheiten abzugleichen.

Die weitläufigen Flure, offenen Lernzonen und lichtdurchfluteten Foren ließen bereits im Rohzustand erkennen, dass hier ein Gebäude entstand, das Transparenz, Begegnung und konzentriertes Arbeiten miteinander verbindet. Jeder Baufortschritt brachte die Vision eines zukunftsfähigen Lernorts greifbarer näher.

Die Inbesitznahme – Leben und Lernen im neuen Gebäude

Mit der feierlichen Inbesitznahme füllte sich das Gebäude schließlich mit jenem Leben, für das es entworfen und gebaut worden war. Schüler/innen, Studierende und Lehrkräfte übernahmen die neuen Räume, richteten Arbeitsplätze ein und gaben dem architektonischen Rahmen seine lebendige Seele.

Die Übergabe des Hauses markierte den erfolgreichen Abschluss einer mehrjährigen intensiven Planungs- und Bauphase und zugleich den Beginn einer neuen Ära für das Erzbischöfliche Berufskolleg Köln. Ein Haus, das bis heute Orientierung schenkt, Gemeinschaft stiftet und Bildung einen würdigen Raum gibt.